Streuobst sammeln

Schätze von der Streuobstwiese – Bücken statt Pflücken - Fallobst ist oft besser als sein Ruf

Pflücken und ´reinbeißen ist manchmal mit Enttäuschung verbunden: „uaaahhh, sauer!“ In unseren Breitengraden sind Äpfel und Birnen oft erst im September und Oktober wirklich reif und schmecken selten direkt vom Baum. Doch schon im August liegen erst Früchte im Gras, die der Baum fallen ließ. Längst nicht alle sind wurmstichig. Vielleicht hatte ein Gewittersturm an den Ästen gerüttelt, dann können sie zu Hause nachreifen. Oder sie sind, ganz schlicht, doch schon reif, wie der weiße Klarapfel.

Für den Eigenbedarf dürfen wir uns bedienen, denn meist ist genug für alle Null-, Zwei- und Sechsbeiner da. Die Würmchen, Käfer und Schnecken, Ameisen, Wespen und Schmetterlingen kommen oft kaum hinterher. Streuobstwiesen in Ihrer Nähe finden sie hier:

Wird der volle Korbinhalt zu Hause luftig auf einem Tablett ausgebreitet, kann sich nicht so schnell Fäulnis bilden. Die Früchte können lagern und nachreifen, wobei sie Süße, Duft und Geschmack entwickeln.

Äpfel und Birnen mit Druckstellen wandern als erste in die Küche zur Verarbeitung und werden zu Apfelkuchen, Apfelpfannkuchen, Apfelkompott, Birnenkuchen, Apfel-Chutney oder landen im Linsen-Curry.

Wer viel Zeit und Geduld hat, kann Apfel- oder Birnenessig herstellen. Was dabei zu beachten ist, finden Sie im Internet unter den Stichworten "Apfelessig selber machen".